Infrastruktur und Daseinsfürsorge

Für gleichwertige Lebensverhältnisse in der ländlichen Region brauchen wir eine funktionierende Infrastruktur. Mobilität auf dem Land ist eine notwendige Voraussetzung.

Trotzdem muss die Grundversorgung wohnortnah gewährleistet sein, bestehende Angebote vor Ort müssen erhalten werden. Dazu gehören vor allem die erreichbare hausärztliche Versorgung, Physiotherapieeinrichtungen und erreichbare Geschäfte des täglichen Bedarfs.

Sogenannte strukturschwache Regionen, wie bei uns, werden durch Förderprogramme verstärkt unterstützt. Zielgruppe sind hier meist Privatpersonen und Unternehmen. Hier werde ich gern hilfreich bei der Beantragung zur Seite stehen.

Zum Erhalt der Infrastruktur gehört auch, dass unser Straßen- und Wegenetz dauernd instand gehalten wird. Es ist ein finanzieller Kraftakt für die Gemeinde, die Prioritätenliste für den Straßen- und Brückenbau abzuarbeiten. Aber er muss gestemmt werden, das will ich weiterführen.

Was vielen gar nicht wirklich bewußt ist, Brandschutz auf dem Land wird ehrenamtlich ausgeführt. Bei jedem Einsatz der freiwilligen Feuerwehr sind die Kameraden in der Freizeit unterwegs oder verlassen ihren Arbeitsplatz. Besonders wichtig ist, dass eine ausreichende Anzahl von Kameraden auch tagsüber vor Ort ist, um die Tageseinsatzbereitschaft zu gewährleisten. Lösch- und Hilfeleistungseinsätze beschränken sich nicht auf die Nacht und das Wochenende.
Durch eine engagierte Jugendarbeit sorgen unsere Ortswehren für ihren Nachwuchs. Das will ich gern unterstützen.

Um dieses Ehrenamt zu würdigen, ist es notwendig, die Feuerwehren bedarfsgerecht auszustatten. Um dies zu gewährleisten, wurden und werden im letzten und in diesem Jahr erhebliche finanzielle Mittel für die Anschaffung eines HF 10 mit erhöhter Traglast und den Umbau des Gerätehauses ausgegeben. Durch einen Zusammenschluss von Neuhausen mit zwei weiteren Gemeinden, welche ein baugleiches Fahrzeug anschaffen, konnte ein zusätzlicher Zuschuss beim Landkreis beantragt werden. Solche Lösungen sorgen für eine adäquate Ausstattung und reduzieren den finanziellen Aufwand und sind für mich zukunftsfähig und ausbauwürdig.

Auf Initiative der Kameraden wurde in Neuhausen eine First Responder Gruppe eingerichtet. Speziell ausgebildete Kameraden kommen immer dann zum Einsatz, wenn die ehrenamtlichen Helfer den Ort eines Notfalls schneller erreichen können als der Rettungsdienst. Die Ehrenamtlichen übernehmen die Versorgung des Patienten, bis der Rettungsdienst eintrifft, im Grunde gleichen sie den Standortnachteil im ländlichen Raum aus. Vielen Dank für den zusätzlichen Einsatz.